Energieberatung Mittelstand "EBM"

Seit dem 1.1.2015 ist das Programm ‚„Energieberatung Mittelstand EBM“ nicht mehr bei der KfW, sondern beim BAFA angesiedelt.

KMU, also Klein- und Mittelständische Unternehmen bis 250 Mitarbeiter bekommen einen Zuschuß von 80% auf das zu vereinbarende Beraterhonorar. Der maximale Zuschuß wird differenziert nach den Energiekosten des Unternehmens. Betragen die gesamten Nettoenergiekosten weniger als 10 T€ im Jahr so ist der Zuschuß ab 1.1.2016 gedeckelt auf 1200 € Zuschuß. Neu daran ist, daß Unternehmen mit weniger als 5 T€ Energiekosten somit in den Genuß einer mit 1200 € geförderten EBM kommen können. In 2015 gab es nur 800 € Zuschuß, was wohl dazu geführt haben muß, daß in diesem Unternehmenssegment kaum Energieberatungen durchgeführt wurden.
Bei Unternehmen mit mehr als 10 T€ an jährlichen Energiekosten werden weiterhin bis zu 8.000 € an Zuschuß gegeben.
Die genaue Definition für KMU ist hier zu finden:
http://www.bafa.de/SharedDocs/Downloads/DE/kmu_handbuch_eu.html

Der Flyer beim Wirtschaftsministerium:
http://bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Publikationen/energieberatung-im-mittelstand,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf
Die Richtlinie im Bundesanzeiger:
https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet?page.navid=official_starttoofficial_view_publication&session.sessionid=114500c8597b69a44501fee1f8772281&fts_search_list.selected=cce014b84892e4ef&&fts_search_list.destHistoryId=41153&fundstelle=BAnz_AT_16.12.2015_B1
oder auch als pdf:
https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/contentloader?state.action=genericsearch_loadpublicationpdf&session.sessionid=114500c8597b69a44501fee1f8772281&fts_search_list.destHistoryId=41153&fts_search_list.selected=cce014b84892e4ef&state.filename=BAnz%20AT%2016.12.2015%20B1

Die komplett papierfreie Abwicklung über online-Formulare.
http://www.bafa.de/DE/Energie/Energieberatung/Energieberatung_Mittelstand/energieberatung_mittelstand_node.html
Den Förderantrag finden Sie hier: https://fms.bafa.de/BafaFrame/energieberatung
Wie schon in der Vergangenheit erhält das KMU vom Energieberater am Ende der Beratung einen schriftlichen Bericht mit einer möglichst genauen bilanziellen Aufschlüsselung der Verbräuche (woher und wohin) und natürlich der gefundenen Einsparpotentiale. Datenerhebungen durch Messungen sind ausdrücklich erwünscht und vorgesehen um zu belastbaren Aussagen zu gelangen bezüglich der Wirtschaftlichkeit der vorgeschlagenen Maßnahmen.

Als Beispiel für einen solchen Bericht können Sie in der nächsten Zeile eine Analyse eines Lebensmittelmarktes in Obing einsehen:
Bericht zur Initialberatung bei Frau Plank im Jahre 2009
(Anm.: mit freundlicher Genehmigung von Frau Plank. Dieser Bericht entsprach übrigens bereits damals - also 2009 - den Anforderungen eines Energieaudits nach DIN EN 16247-1, denn alle Verbräuche wurden meßtechnisch ermittelt!)
Dieser Markt befindet sich in einem fortlaufenden Contracting-Prozeß mit einer Zielvorstellung von etwa 45 bis 50% Stromeinsparung:

Anm.1: Momentan (2012) sind erst 40% Einsparung Realität geworden. Aber noch sind auch nicht alle wirtschaftlichen Maßnahmen (insbesondere bei der Zentralkälte) umgesetzt.
Anm.2: 300.000 kWh also 300 MWh elektrischer Energieverbrauch sind ein gerundeter Wert. Nur auf Stromrechnungen erscheinen exakte Werte. Einsparpotentiale lassen sich niemals auf 2 Stellen hinter dem Komma berechnen. Excel-Tabellen produzieren hier Scheingenauigkeiten. In diesem Falle beträgt das Einsparpotential Faktor 2 oder rund 50%. Bereits die nächste Ziffer wäre mit einer gewissen Unschärfe behaftet! Bei echtem Contracting spielt es aber grundsätzlich keine Rolle wenn das gemessene Ergebnis einige wenige Prozentpunkte vom berechneten Ergebnis abweicht. Dies ist tolerierbar.


Ergänzung (2015): Die Stromeinsparung beträgt mittlerweile rund 50%! Ein sehr ausführlicher Bericht dazu befindet sich auf der Seite der DGS und ist hier verlinkt zum Download (als pdf).

Ebenfalls vom BAFA gibt es eine ganze Reihe von Zuschussprogrammen für Investitionen die der Minderung des Energieverbrauchs und der Steigerung der Energieeffizienz in Betrieben dienen. Einige Beispiele:
Förderung Querschnittstechnologien (ohne LED!)
Heizen mit Erneuerbaren Energien
Gewerbliche Klima- und Kälteanlagen
Kraft-Wärme-Kopplung
Ergänzend zu den Zuschüssen besteht nach wie vor die Möglichkeit der Beantragung besonders zinsgünstiger Darlehen z.B. von der KfW um Effizienzmaßnahmen umsetzen zu können.
-> https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Energie-Umwelt/F%C3%B6rderprodukte/EE-Bauen-und-Sanieren-Unternehmen-276-277-278/
oder:
-> https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Energie-Umwelt/F%C3%B6rderprodukte/EE-Produktion-292-293/


Wolfgang Buttner | Energieberater | Dominikus-Zimmermann-Str. 7 | 86899 Landsberg am Lech | Tel.08191-4283230